Willkommen beim Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße

Der Wasserbeschaffungsverband „Hagener Straße“ wurde 1928 gegründet und versorgt heute rund 1.900 Einwohner in zwei Gemeinden mit Trink- und Brauchwasser. Seit mehr als 85 Jahren fördert der Verband nun schon qualitativ hochwertiges, sauberes Trinkwasser für die Mitglieder in Georgsmarienhütte. Im Gegensatz zu privaten Wasserversorgern haben wir satzungsgemäß keine Gewinnerzielungsabsicht und können unseren Mitgliedern daher das Trinkwasser zu einem sehr günstigen Preis anbieten. Ausschüttungen von Dividenden an Aktionäre oder Gesellschafter unterbleiben, so dass die erwirtschafteten Einnahmen in vollem Umfang der Wasserversorgung in Form von Wasserschutz und Trinkwassergewinnung zur Verfügung stehen.

Der Wasserbeschaffungsverband

informiert über die Corona-Krise

Liebe Verbandsmitglieder,

der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße besteht nun seit mehr als 92 Jahren und eine solche Situation wie zur Zeit haben wir wohl alle noch nicht erlebt. Daher sind wir jetzt alle gefordert, in dieser Krise besonnen und abgestimmt zu handeln.

Täglich werden wir mit neuen Nachrichten über das Corona-Virus konfrontiert. Daher möchte ich mich auch an dieser Stelle an euch wenden, um euch mitzuteilen, wie unser Wasserbeschaffungsverband mit der Krise umgeht.

Stephan Sprekelmeyer

Verbandsvorsteher

Die Wasserversorgung ist technisch auf dem aktuellen Stand, sodass grundsätzlich kein Personal zur Förderung des Trinkwassers notwendig ist. Nichtsdestotrotz müssen die Anlagen in regelmäßigen Abständen kontrolliert und gewartet werden.

Wir sind uns der Verantwortung bewusst, die wir als Wasserbeschaffungsverband haben, euch täglich mit frischem Trinkwasser zu versorgen und werden alles daransetzen, die Trinkwasserversorgung sicherzustellen. Konkrete Vorbereitungen und Maßnahmen dazu sind bereits getroffen, sodass ihr euch auch jetzt auf das gesamte Team des Wasserbeschaffungsverbandes verlassen könnt. Lasst uns dies gemeinsam in Verantwortung für unsere eigene Gesundheit und in Verantwortung für unsere Mitglieder tun!

Bleibt gesund!

Stephan Sprekelmeyer

Trinkwasser und Coronavirus SARS-CoV-2

Stellungnahme des Umweltbundesamtes

Stand: 18.03.2020¹

Übertragung durch das Trinkwasser gilt als unwahrscheinlich

Fragestellung

Ist Trinkwasser eine mögliche Infektionsquelle

für die Übertragung des neuartigen

Coronavirus SARS-CoV-2?

Zusammenfassung

Die Trinkwassergewinnung bietet zu jedem Zeitpunkt durch das Multibarrieren-Prinzip und durch die Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik einen weitreichenden Schutz auch vor unbekannten Organismen und chemischen Stoffen. Insbesondere sind hier die Bodenpassage und die Partikelfiltration als wirksame Schritte hervorzuheben. Die Morphologie und chemische Struktur von SARS-CoV-2 ist anderen Coronaviren sehr ähnlich, bei denen in Untersuchungen gezeigt wurde, dass Wasser keinen relevanten Übertragungsweg darstellt. Diese behüllten Viren zeigen im Wasser verglichen mit Enteroviren eine geringere Persistenz und sind leichter zu inaktivieren als Noro- oder Adenoviren. Auch das Risiko einer direkten Übertragung von Coronaviren über Faeces infizierter Personen erscheint gering, bis heute ist kein Fall einer fäkal-oralen Übertragung des Virus bekannt².

Wasserressource und Wasseraufbereitung zur Partikelentfernung

In Deutschland werden für die Trinkwassergewinnung Grundwasser (ca. 70 %), Oberflächenwasser (ca. 20 %) und sonstige Quellen (ca. 10 %) genutzt.Das Multibarrieren-System beginnt bereits mit der Auswahl von gut geschützten Trinkwasserressourcen. So hat Grundwasser, welches für die Trinkwassergewinnung genutzt wird, eine längere Bodenpassage durchlaufen und ist im Untergrund gut gegen alle mikrobiellen Verunreinigungen, einschließlich Viren, geschützt.Trinkwasserversorgungen, die ihr Rohwasser aus Oberflächenwasser oder Quellen beziehen, halten grundsätzlich eine mehrstufige Wasseraufbereitung mit Verfahrenskombinationen aus Flockung, Filtration, Adsorption, inklusive Desinfektion vor. Die bisherigen Kenntnisse aus Praxiserfahrungen und Forschungsergebnissen weisen darauf hin, dass Viren durch dieses Multibarrieren-System effektiv und effizient eliminiert werden¹ ². Die Wirkung der in der Trinkwasserversorgung eingesetzten Desinfektionsverfahren auf das SARS-CoV-2-Virus kann gegenwärtig durch Analogieschlüsse abgeschätzt werden. Zu den Verfahren für die Desinfektion des Trinkwassers mit bisheriger Eignung zur Eliminierung umhüllter Viren zählen Ozonierung, UV-Bestrahlung oder die Desinfektion mit Chlor oder Chlordioxid³.

Fazit

Eine Übertragung des neuartigen Coronavirus SARS-CoV-2 erfolgt nach derzeitigemWissensstand vor allem über den direkten Kontakt zwischen Personen oder kontaminierte Flächen. Für die Bedingungen in Deutschland ist festzuhalten, dass das hier seit Jahrzehnten eingeführte Multibarrieren-System, bestehend aus Ressourcenschutz    (u. a. Ausweisung von Wasserschutzgebieten), Wassergewinnung, Wasseraufbereitung und Wasserverteilung unter Einhaltung der allgemein anerkannten Regeln der Technik sowie die fachgerechte Planung, der Bau und der Betrieb einer Trinkwasser-Installation (u. a. korrekte Absicherung) eine sichere Grundlage zur Vermeidung wasserbedingter Epidemien darstellt. Trinkwässer, die unter Beachtung der allgemein anerkannten Regeln der Technik gewonnen, aufbereitet und verteilt werden, sind sehr gut gegen alle Viren, einschließlich Coronaviren, geschützt. Eine Übertragung des Coronavirus über die öffentliche Trinkwasserversorgung ist nach derzeitigem Kenntnisstand höchst unwahrscheinlich.

Weltwassertag 2020

Jährlich wird der Weltwassertag am 22. März gefeiert, um das Bewusstsein der Menschen für das wichtigste Lebensmittel zu schärfen, das es auf der Erde gibt, da Wasser die Basis aller Lebensformen ist. Die Vereinten Nationen machen in diesem Jahr auf den Zusammenhang von Wasser und Klimawandel aufmerksam. Das diesjährige Motto lautet „Water and Climate Change“ – „Wasser und Klimawandel“.

water

Wasser ist nicht nur elementarer Bestandteil des Lebens – es ist ein Menschen- recht. Die Ausbreitung des Coronavirus führt uns zudem vor Augen, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene für die Gesundheit sind.

Es macht uns allen noch einmal deutlich, wie eng die Themen Wasser, Natur und Klimawandel miteinander verbunden sind. Die letzten beiden trockenen Sommer haben uns deutlich gezeigt, dass auch ein wasserreiches Land wie Deutschland vor Veränderungen steht. Das bedeutet für den Wassersektor, dass er sich an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen muss.

Der Druck auf die Wasserressourcen – insbesondere in Regionen mit Wasserk- nappheit – und deren Umgang mit Wasser muss deutlich verringert werden. Den zukünftigen Wasserverbrauch müssen wir den heutigen Bedingungen anpassen. Zum Beispiel mit einer verstärkten Regenwassernutzung oder einer Grauwassernutzung im Neubaubestand, mit geänderten Bewirtschaftungs- methoden in der Landwirtschaft oder mit weiteren neuen Regenwasserspeichern, um den Wasserhaushalt nachhaltig funktionsfähig zu erhalten.

Der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße unterstützt den Weltwassertag und möchte daran erinnern, dass Trinkwasser ein regionaler, nachhaltiger und umweltschonende Durstlöscher ist. Es gehört zu einem der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland, für die die mehr als 6.000 Wasserwerke in der Republik sorgen.

Der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße fördert jedes Jahr etwa 70.000 m³ Trinkwasser, dass nach dem Reinigungsprozess in der Kläranlage dem Ökosystem zurückgeführt wird.

Und obwohl etwa 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, sind nur drei Prozent davon Süßwasser. Der Schutz der Wasservorkommen und dessen schonende nachhaltige Nutzung, ist für uns daher unerlässlich und nur durch ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen.

Wissenswertes rund um unsere Wasserqualität finden Sie hier.

Informationen zu Ihrem Hausanschluss erhalten Sie hier.

Informationen zu unserem Wasserpreis finden Sie hier.

Hier erfahren Sie mehr über den Wasserbeschaffungsverband.

Wassersparen in langen Trockenperioden

Fehlende Niederschläge, die anhaltende Hitze mit außergewöhnlich hohen Temperaturen und der damit verbundene hohe Wasserverbrauch bringt unsere Wasserversorgung an ihre Grenzen. Zurzeit steigt der Tagesverbrauch extrem an.

Gärten und Grünflächen sollte wenn, dann erst in den Abendstunden bewässert werden. Auf unnötige Wasserentnahmen, wie das ständige Befüllen von privaten Pools und Planschbecken, sollte generell verzichtet werden.

Der Wasserhaushalt im Verbandsgebiet hat sich noch nicht von der Trockenheit im vergangenen Jahr erholt. Zugleich hat sich der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Haushalt deutlich erhöht. Wenn jeder behutsam mit Wasser umgeht, können Versorgungs- probleme vermieden werden.

Von Wasserknappheit kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden. Damit es auch im Sommer 2019 so bleibt, muss sehr sorgsam mit unserem Wasser umgegangen werden.

Tipps für den Umgang mit Trinkwasser im Sommer

Trinkwasserverbrauch              im Sommer

Im Durchschnitt beträgt der tägliche Trinkwasserverbrauch je Bundesbürger 122 Liter. Der größte Bedarf fällt bei der Körperreinigung wie Duschen, Baden, Händewaschen sowie der Toilettennutzung an. Danach folgt der Verbrauch für die Reinigung von Wäsche und Geschirr. Nur 4 Liter werden durchschnittlich für die Bewässerung von Pflanzen im Haus und Garten benötigt. Die nebenstehende Grafik verdeutlicht den täglichen Gebrauch von Trinkwasser.

Versorgungsengpässe im Sommer

Dieser starke Anstieg der Wasserabnahme bereitet den Wasserversorgern in allen Gebieten Probleme und kann zu Versorgungsengpässen führen. Das Grundwasservorkommen im Einzugsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Osnabrück-Süd ist ausreichend, aber die Kapazitäten der Gewinnung, der Aufbereitung und insbesondere des Leitungsnetzes sind für diese Mengen-steigerung nicht ausgelegt.

Daher bitten die Wasserversorger alle Abnehmer um einen besonders sparsamen Verbrauch sowie eine Reduzierung der Wassernutzung auf das Nötigste in Zeiten längerer Trockenzeiten im Sommer. Wenn Sie die folgenden Tipps und Tricks anwenden, vermeiden Sie eine stundenweise hohe Belastung bei der Wasserversorgung und Sommerwasserknappheit mit ihren Versorgungs-engpässen entsteht erst gar nicht.

Tipps und Tricks

  • An heißen Tagen ist die Verdunstungsrate tags über deutlich höher als in den Abendstunden. Daher sollte eine notwendige Bewässerung niemals in der Mittagszeit vorgenommen werden, sondern in den späten Abend- und Nachtstunden.
  • Für die Bewässerung ist kein Trinkwasser erforderlich. Schaffen Sie Einrichtungen, um Regenwasser in Zisternen oder ähnlichen Behältern aufzufangen, sodass sie dieses später nutzen können.

  • Verzichten Sie lieber ganz auf das Bewässern von Rasenflächen. Dies kann in den Sommermonaten zwar zu optischen Beeinträchtigungen führen, die Nutzung ist allerdings weiterhin uneingeschränkt möglich.

  • Wenn Sie für Ihre Kinder Swimmingpools im Garten aufbauen, befüllen Sie diese in den Abend– oder Morgenstunden. Dies hat den Vorteil, dass die Erwärmung natürlich durch die Sonneneinstrahlung erfolgt. Wenn Sie die Pools zudem in den Zeiten der Nichtnutzung abdecken, werden auch weniger Fremdstoffe eingetragen und das Wasser muss nicht so häufig ausgetauscht werden.

Unser Leitungswasser eignet sich sehr gut zur Zubereitung von Babynahrung

Trinkwasser aus der Leitung gehört zu einem der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Die Grenzwerte für unerwünschte Inhaltsstoffe sind sehr niedrig und entsprechen in fast allen Punkten denen, die für Babys empfohlen werden. Aber was ist nun besser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet? Leitungswasser oder spezielles für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobtes Mineralwasser? Das fragen sich Eltern immer wieder.

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Grundwasserwerte im absolut grünen Bereich

In den vergangenen Monaten ist in den Medien vermehrt über zu hohe Nitratwerte im Grundwasser berichte worden. Der Umweltausschuss der Stadt Osnabrück räumte in einer Sitzung ein, dass rund 50-60 Prozent des Grundwassers im Landkreis zu hohe Nitratwerte aufweist. Als einen möglichen Grund führen Umweltverbände die Überdüngung durch die Landwirtschaft an. Unser Grundwasser erfüllt alle vom Gesetzgeber vorgegebenen Normen.

Gerade im Punkt Nitrat liegen die Werte mit durchschnittlich etwa 5 Milligramm pro Liter weit unter dem maximalen Grenzwert. Der gesetzliche Grenzwert in Deutschland liegt bei 50 Milligramm pro Liter Grundwasser. Dass das Wasser des WbV einen so geringen Wert aufweist, lässt sich auch damit erklären, dass ein Großteil in felsigem Gebiet gefördert wird. Die Belastung durch die Land-wirtschaft ist dadurch relativ gering.

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