Willkommen beim Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße

Der Wasserbeschaffungsverband „Hagener Straße“ wurde 1928 gegründet und versorgt heute rund 1.900 Einwohner in zwei Gemeinden mit Trink- und Brauchwasser. Seit mehr als 85 Jahren fördert der Verband nun schon qualitativ hochwertiges, sauberes Trinkwasser für die Mitglieder in Georgsmarienhütte. Im Gegensatz zu privaten Wasserversorgern haben wir satzungsgemäß keine Gewinnerzielungsabsicht und können unseren Mitgliedern daher das Trinkwasser zu einem sehr günstigen Preis anbieten. Ausschüttungen von Dividenden an Aktionäre oder Gesellschafter unterbleiben, so dass die erwirtschafteten Einnahmen in vollem Umfang der Wasserversorgung in Form von Wasserschutz und Trinkwassergewinnung zur Verfügung stehen.

Wissenswertes rund um unsere Wasserqualität finden Sie hier.

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Informationen zu unserem Wasserpreis finden Sie hier.

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Wassersparen in langen Trockenperioden

Liebe Mitglieder,

fehlende Niederschläge, die anhaltende Hitze mit außergewöhnlich hohen Temperaturen und der damit verbundene hohe Wasserverbrauch bringt unsere Wasserversorgung an ihre Grenzen. Zurzeit steigt der Tagesverbrauch wieder extrem an. Daher möchte ich euch bitten, achtsam mit Trinkwasser umzugehen.

Stephan Sprekelmeyer

Verbandsvorsteher

Gärten und Grünflächen sollte wenn, dann erst in den Abendstunden bewässert werden. Auf unnötige Wasserentnahmen, wie das ständige Befüllen von privaten Pools und Planschbecken, sollte generell verzichtet werden.

Der Wasserhaushalt im Verbandsgebiet hat sich noch nicht von der Trockenheit im vergangenen Jahr erholt. Zugleich hat sich der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Haushalt deutlich erhöht. Wenn jeder behutsam mit Wasser umgeht, können Versorgungs- probleme vermieden werden.

Von Wasserknappheit kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht gesprochen werden. Damit es auch im Sommer 2020 so bleibt, muss sehr sorgsam mit unserem Wasser umgegangen werden.

Tipps für den Umgang mit Trinkwasser im Sommer

Trinkwasserverbrauch              im Sommer

Im Durchschnitt beträgt der tägliche Trinkwasserverbrauch je Bundesbürger 122 Liter. Der größte Bedarf fällt bei der Körperreinigung wie Duschen, Baden, Händewaschen sowie der Toilettennutzung an. Danach folgt der Verbrauch für die Reinigung von Wäsche und Geschirr. Nur 4 Liter werden durchschnittlich für die Bewässerung von Pflanzen im Haus und Garten benötigt. Die nebenstehende Grafik verdeutlicht den täglichen Gebrauch von Trinkwasser.

Versorgungsengpässe im Sommer

Dieser starke Anstieg der Wasserabnahme bereitet den Wasserversorgern in allen Gebieten Probleme und kann zu Versorgungsengpässen führen. Das Grundwasservorkommen im Einzugsgebiet des Wasserbeschaffungsverbandes Osnabrück-Süd ist ausreichend, aber die Kapazitäten der Gewinnung, der Aufbereitung und insbesondere des Leitungsnetzes sind für diese Mengen-steigerung nicht ausgelegt.

Daher bitten die Wasserversorger alle Abnehmer um einen besonders sparsamen Verbrauch sowie eine Reduzierung der Wassernutzung auf das Nötigste in Zeiten längerer Trockenzeiten im Sommer. Wenn Sie die folgenden Tipps und Tricks anwenden, vermeiden Sie eine stundenweise hohe Belastung bei der Wasserversorgung und Sommerwasserknappheit mit ihren Versorgungs-engpässen entsteht erst gar nicht.

Tipps und Tricks

  • Zurzeit gilt ein Rasensprengverbot, um Wasser zu sparen! Generell gilt aber, dass an heißen Tagen ist die Verdunstungsrate tagsüber deutlich höher ist, als in den Abendstunden. Daher sollte eine notwendige Bewässerung niemals in der Mittagszeit vorgenommen werden, sondern in den späten Abend- und Nachtstunden.
  • Für die Bewässerung ist kein Trinkwasser erforderlich. Schaffen Sie Einrichtungen, um Regenwasser in Zisternen oder ähnlichen Behältern aufzufangen, sodass sie dieses später nutzen können.

  • Verzichten Sie lieber ganz auf das Bewässern von Rasenflächen. Dies kann in den Sommermonaten zwar zu optischen Beeinträchtigungen führen, die Nutzung ist allerdings weiterhin uneingeschränkt möglich.

  • Wenn Sie für Ihre Kinder Swimmingpools im Garten aufbauen, befüllen Sie diese in den Abend– oder Morgenstunden. Dies hat den Vorteil, dass die Erwärmung natürlich durch die Sonneneinstrahlung erfolgt. Wenn Sie die Pools zudem in den Zeiten der Nichtnutzung abdecken, werden auch weniger Fremdstoffe eingetragen und das Wasser muss nicht so häufig ausgetauscht werden.

Trinkwasserpreis des Wasserbeschaffungsverbandes

im unteren Bereich

 

Die Landeskartellbehörde Niedersachsen hat im Juli 2020 neueste Zahlen zu Trinkwasserpreisen veröffentlicht. Daraus geht hervor, dass der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße (Wbv) im Vergleich zu anderen Wasserversorgern des Landkreises Osnabrück zu den kostengünstigsten gehört.

Ein Beispiel: Auf ganz Niedersachsen bezogen zahlt ein Zwei-Personen-Haushalt mit einer durchschnittlichen Abgabemenge von 80 m³ Trinkwasser etwa 169,60 Euro im Jahr, bei einem durchschnittlichen Wasserpreis von 2,12 Euro pro m³. Im Vergleich dazu lag der Preis des Wbv bei 97,20 € und einem Wasserpreis von 1,10 Euro pro m³.

 

Der Wasserpreis des Wasserbeschaffungsverbandes Hagener Straße wird auch in Zukunft auf einem stabilen Niveau bleiben, da durch ehrenamtliches Engagement und intelligente Investitionen in das Leitungsnetz die Betriebskosten niedrig gehalten werden.

Grafiken: Angaben in Euro | Quelle: Niedersächsisches Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Verkehr und Digitalisierung

DAS GRÜNERE BLAU –

Zur Nachhaltigkeit unseres Trinkwassers

Das Klima wandelt sich. Durch unseren Umgang mit dem Planeten und seinen Ressourcen nehmen wir aktiven Einfluss darauf. Unsere täglichen Gewohnheiten sind dabei wichtige Stellschrauben für Veränderungen. So auch beim Trinken. Ob wir uns für Trinkwasser aus dem Hahn entscheiden oder Wasser im Supermarkt kaufen hat direkte Auswirkungen – auf unser Portemonnaie und unsere Umwelt.

Unser Trinkwasser – Ein echtes Privileg.

Millionen Menschen weltweit haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. In Deutschland haben wir Glück. Jederzeit sprudelt frisches Wasser in bester Qualität direkt aus der Leitung. An dieser hervorragenden Qualität arbeiten wir als Wasserversorger täglich für Sie. Alle Grenzwerte im Wasser sind gesetzlich in der strengen Trinkwasserverordnung festgeschrieben und werden regelmäßig gründlich geprüft. Tatsächlich ist Trinkwasser das bestkontrollierte Lebensmittel in Deutschland.

Einen Schluck nachhaltiger: Wir Wasserversorger können Ihnen gutes Trinkwasser sehr günstig anbieten: 1 l Leitungswasser ist rund 95% preiswerter als Flaschenwasser. Wir arbeiten nicht gewinnorientiert, sondern kostendeckend und nachhaltig. Alle Einnahmen fließen in die Wasserwirtschaft zurück. Unser Wasser von hier entstammt regionalen Vorräten und legt keine langen Transportwege auf der Straße zurück. Im Vergleich dazu schlagen sich Abfüllung, Verpackung und Transport von Flaschenwasser negativ in der Umweltbilanz nieder – vor allem bei Wasser, das aus dem Ausland eingeführt wird.

In Zahlen ausgedrückt: Für den gesamten Lebensweg von Flaschenwasser ist die 49-fache Menge an Emissionen anzusetzen, als für den von Trinkwasser. Würden alle Deutschen auf Leitungswasser umsteigen, so könnten jährlich drei Millionen Tonnen CO₂ eingespart werden. Das entspricht etwa dem 1,5-fachen des bisherigen innerdeutschen Flugverkehrs.

Entscheiden Sie daher selbst, welchen Einfluss ihre Trinkwasserwahl nehmen soll.

Weltwassertag 2020

Jährlich wird der Weltwassertag am 22. März gefeiert, um das Bewusstsein der Menschen für das wichtigste Lebensmittel zu schärfen, das es auf der Erde gibt, da Wasser die Basis aller Lebensformen ist. Die Vereinten Nationen machen in diesem Jahr auf den Zusammenhang von Wasser und Klimawandel aufmerksam. Das diesjährige Motto lautet „Water and Climate Change“ – „Wasser und Klimawandel“.

Wasser ist nicht nur elementarer Bestandteil des Lebens – es ist ein Menschen- recht. Die Ausbreitung des Coronavirus führt uns zudem vor Augen, wie wichtig sauberes Wasser und Hygiene für die Gesundheit sind.

Es macht uns allen noch einmal deutlich, wie eng die Themen Wasser, Natur und Klimawandel miteinander verbunden sind. Die letzten beiden trockenen Sommer haben uns deutlich gezeigt, dass auch ein wasserreiches Land wie Deutschland vor Veränderungen steht. Das bedeutet für den Wassersektor, dass er sich an die neuen klimatischen Bedingungen anpassen muss.

Der Druck auf die Wasserressourcen – insbesondere in Regionen mit Wasserk- nappheit – und deren Umgang mit Wasser muss deutlich verringert werden. Den zukünftigen Wasserverbrauch müssen wir den heutigen Bedingungen anpassen. Zum Beispiel mit einer verstärkten Regenwassernutzung oder einer Grauwassernutzung im Neubaubestand, mit geänderten Bewirtschaftungs- methoden in der Landwirtschaft oder mit weiteren neuen Regenwasserspeichern, um den Wasserhaushalt nachhaltig funktionsfähig zu erhalten.

Der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße unterstützt den Weltwassertag und möchte daran erinnern, dass Trinkwasser ein regionaler, nachhaltiger und umweltschonende Durstlöscher ist. Es gehört zu einem der am besten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland, für die die mehr als 6.000 Wasserwerke in der Republik sorgen.

Der Wasserbeschaffungsverband Hagener Straße fördert jedes Jahr etwa 70.000 m³ Trinkwasser, dass nach dem Reinigungsprozess in der Kläranlage dem Ökosystem zurückgeführt wird.

Und obwohl etwa 70 Prozent der Erdoberfläche mit Wasser bedeckt ist, sind nur drei Prozent davon Süßwasser. Der Schutz der Wasservorkommen und dessen schonende nachhaltige Nutzung, ist für uns daher unerlässlich und nur durch ein entsprechendes Bewusstsein in der Bevölkerung zu erreichen.

Unser Leitungswasser eignet sich sehr gut zur Zubereitung von Babynahrung

Trinkwasser aus der Leitung gehört zu einem der am strengsten kontrollierten Lebensmittel in Deutschland. Die Grenzwerte für unerwünschte Inhaltsstoffe sind sehr niedrig und entsprechen in fast allen Punkten denen, die für Babys empfohlen werden. Aber was ist nun besser für die Zubereitung von Säuglingsnahrung geeignet? Leitungswasser oder spezielles für die Zubereitung von Säuglingsnahrung ausgelobtes Mineralwasser? Das fragen sich Eltern immer wieder.

Hier finden Sie weitere Informationen zu diesem Thema.

Grundwasserwerte im absolut grünen Bereich

In den vergangenen Monaten ist in den Medien vermehrt über zu hohe Nitratwerte im Grundwasser berichte worden. Der Umweltausschuss der Stadt Osnabrück räumte in einer Sitzung ein, dass rund 50-60 Prozent des Grundwassers im Landkreis zu hohe Nitratwerte aufweist. Als einen möglichen Grund führen Umweltverbände die Überdüngung durch die Landwirtschaft an. Unser Grundwasser erfüllt alle vom Gesetzgeber vorgegebenen Normen.

Gerade im Punkt Nitrat liegen die Werte mit durchschnittlich etwa 5 Milligramm pro Liter weit unter dem maximalen Grenzwert. Der gesetzliche Grenzwert in Deutschland liegt bei 50 Milligramm pro Liter Grundwasser. Dass das Wasser des WbV einen so geringen Wert aufweist, lässt sich auch damit erklären, dass ein Großteil in felsigem Gebiet gefördert wird. Die Belastung durch die Land-wirtschaft ist dadurch relativ gering.